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>>Berliner Piraten- Parteitag:
Ein abgedunkelter Raum einer Karaoke-Bar bietet die Kulisse für den Landesparteitag der Berliner Piraten. Die Jung-Politiker kämpfen um die Freiheit im Internet - und mit dem Ansturm neuer Mitglieder. Bis eine rivalisierende Truppe mit einem toten Fisch auftaucht.

Berlin - In "Monster Ronsons Itchiban Karaoke-Bar", hinter einem schwarzen Vorhang, gleich neben der Freddie-Mercury-Kabine wird Politik gemacht. Hier im Berliner Szenestadtteil Friedrichshain hat die Piratenpartei bei der Europawahl 3,4 Prozent der Stimmen geholt - ohne ein einziges Plakat geklebt zu haben. Eine Hochburg. Nun, beim ersten Landesparteitag, soll aus dem Überraschungserfolg ein dauerhafter gemacht werden.

"Die Schwelle war die Europawahl", sagt Pressepirat Fabio Reinhardt. Seitdem erlebt die Partei einen Ansturm von Interessenten. Die Zahl der Mitglieder hat sich seit dem 9. Juni auf rund 3200 verdreifacht. Täglich werden es mehr. Die Debatte über Internet-Sperren hat den Rückenwind noch einmal deutlich verstärkt.

Bislang kennen die T-Shirt-Politiker vor allem einen Themenbereich: das Netz und dessen nicht mehr grenzenlose Freiheit. Bürgerrechtler im Informationszeitalter wollen sie sein. Sie kämpfen gegen Zensur und für kostenlose Musik-Downloads.

Aus Piraten werden Parteisoldaten

"Ist Herr Mey anwesend und möchte seine Stimmkarte wiederhaben?", fragt einer und hält einen weißen Notizblockzettel hoch. Neben dem handgeschriebenem Namen des Mitglieds prangt die Unterschrift des Generalsekretärs. Partei werden ist kein Kinderspiel. Auch wenn die Piraten "Crews" und "Squads" gründen und Worte wie "Bezirksverband" eigentlich hassen.

"Macht es nicht so spießig", ermahnt Aaron Koenig seine Partei. Mit 45 Jahren ist er wahrscheinlich der Älteste im Raum. Und nach drei Wochen Mitgliedschaft sei er schon einer der erfahrenen Piraten, scherzt Koenig. Irgendwie hat der Mann recht.

Im normalen Leben arbeitet der Neu-Politiker als Medienunternehmer, veranstaltet jedes Jahr das Bitfilm-Festival. Seit 1994 sei er beruflich mit dem Internet beschäftigt, erzählt er. "Ich möchte das Internet nicht irgendwelchen Politikern überlassen, die es nur kennen, weil ihre Sekretärinnen ihnen irgendetwas ausdrucken."

Aaron Koenig hat die erste "Crew" in Berlin gegründet, die "Crew Konrad Zuse", benannt nach dem aus der Hauptstadt stammenden Erfinder des Computers. In einer solchen Einheit sollen sich jeweils fünf bis neun Piraten organisieren, Entscheidungen möglichst im Konsens treffen. Wächst eine Einheit auf zehn Personen an, wird eine weitere gegründet, "Zellteilung", nennt Koenig das.

Ein toter Fisch fliegt an die Wand

Kurz vor der wichtigsten Entscheidung des Abends entert eine Spaßguerilla die Bühne, besetzt das Sofa hinter der Stange, an der sonst Gogo-Girls für Stimmung sorgen. Es ist die "Bergpartei", eine Gruppe Kulturschaffender, die sich für kreative Freiräume in Berlin einsetzt. Man hat ein Geschenk mitgebracht.

Bergpartei-Aktivist Hauke Stiewe überreicht einen toten Fisch, eingewickelt in Zeitungspapier. Die Lebensmittelspende soll an die traditionelle Wasserschlacht auf der nahen Oberbaumbrücke erinnern. Am 6. September kämpfen die Friedrichshainer wieder gegen ihre Nachbarn aus Berlin-Kreuzberg.

Andreas Baum, 30-jähriger Landesvorsitzender der Berliner Piraten, packt den Fisch aus und pfeffert ihn an die nächste Wand. Den halben Parteitag lang bleibt das Häuflein aus Gräten und zerschmetterten Innereien dort liegen. Dann entscheidet die Parteispitze: Der Vorsitzende selbst muss die Reste wegräumen.

Doch eine Spaßpartei hat sich hier nicht versammelt.

Ströbele herausfordern?

Nach dem Fischvorfall finden die Piraten schnell zu einer erstaunlich sachlichen Diskussion zurück. Drei Minuten Redezeit, nach zehn Wortmeldungen wird die Rednerliste geschlossen. Es geht darum, ob die Trendpartei neben der Landesliste auch Direktkandidaten aufstellen soll.

Man könne die Motivation im Wahlkampf steigern, sagen die Befürworter. Spitzenkandidat Florian Bischof wäre bereit, auch als Direktkandidat anzutreten. Doch in der Piratenhochburg Friedrichshain-Kreuzberg hieße sein Gegner Hans-Christian Ströbele von den Grünen. Dem linken Urgestein und Favoriten Erststimmen streitig machen? Viele sind dagegen.

Jetzt sind die weißen Zettel mit der Unterschrift des Generalsekretärs gefragt. 20 Hände erheben sich für die Wahl von Direktkandidaten. 22 Piraten wollen ohne prominente Kapitäne in den Bundestagswahlkampf ziehen. Jubel vor allem auf den hinteren Bierbänken in der Karaoke-Bar.

Es ist eine Niederlage für die "Etablierten" in der Partei. Und gleichzeitig Demonstration eines erfrischenden Demokratieverständnisses. Der halbe Parteitag fällt aus, weil die Basis gar keine Kandidaten wählen möchte. Man konzentriert sich auf einen Zweitstimmenwahlkampf. An der Bar gibt es Rum.



Quelle: Spiegel


Geschrieben von dobi
am Freitag den 03. Juli 2009 um 11:32:42 Uhr

 
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