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>>Die Droge World of Warcraft:
Das Computerspiel World of Warcraft zieht Millionen Spieler in den Bann, schlimmer noch, Tausende in die Sucht. Einen Ausweg finden die Betroffenen oft nur mit Hilfe von Spezialisten.

World of Warcraft ist DAS Online-Rollenspiel: Zusammen mit weltweit mehreren Millionen Gleichgesinnten erleben Spieler aller Couleur fantastische Abenteuer in einer Welt voll Krieg, Zerstörung und Feindseeligkeit. Magier bekämpfen Monster mit Zaubern, Schurken schlitzen ihre Feinde mit Dolchen auf und Priester sorgen dafür, dass Wunden wieder heilen.

Doch das Faszinierende an dem nie endenden Spiel führt zu einem massiven Problem: Suchtgefahr. Das virtuelle Spiel wird für viele wichtiger, als das reale Leben. Das Resultat: Tausende von Spielern sind süchtig nach World of Warcraft.

So auch Markus K.: Zwanzig Stunden jede Woche spielt er in der virtuellen Welt voller Action. Selbst sieht er sich nicht als abhängig. Die Realität ist anders und entspricht der eines Drogenabhängigen. Pro Jahr über 200 schwere Fälle suchen in der Ambulanz für Spielsucht in Mainz nach professioneller Hilfe gegen ihre Sucht.

Das Spiel, das ihn fesselt nennt sich World of Warcraft – die Welt der Kriegskunst. Dort nennt er sich Sigmund und verkörpert einen mächtigen Krieger. Vier Tage pro Woche zu je fünf Stunden befindet sich Markus K. im Spiel. Zwanzig Stunden jede Woche. "Wie ein Halbtagsjob" sagt er, "und deshalb hat es mich mein Physik-Studium gekostet." Wegen des Spiels flog er dreimal durch die gleiche Prüfung. Spielen war ihm wichtiger als Lernen. Eine mündliche Ersatzprüfung verweigerte sein Professor. Er musste aufhören. Er selbst hatte seine Leidenschaft nicht mehr im Griff: Ist eine Bedrohung gebannt, warten neue, schwerere Gegner auf die Helden.

Nie endende Welt Um die Spieler bei Laune zu haben, implementiert Entwickler Blizzard Entertainment regelmäßig neue Inhalte. Das Unternehmen hat World of Warcraft programmiert und stellt es den Spielern zur Verfügung. Die Kunden bezahlen jeden Monat rund 13 Euro und suchen regelmäßig neue Herausforderungen. Die Neuigkeiten richten sich an routinierte Spieler, die viel Zeit im Spiel verbringen. Das sorgt dafür, dass die Welt nie stehen bleibt, nie ein echtes Ende findet, wie es anderen Computerspielen der Fall ist. "World of Warcraft legt man nicht einfach beiseite – dafür ist meine Figur zu wertvoll" ergänzt Markus K. Das selbst erstellte Fantasy-Ego ist der ganze Stolz der Spieler.

Montagabend ist Markus K. für niemanden zu sprechen. Pünktlich um 19 Uhr schlüpft er in die Haut seines in Plattenrüstung gehüllten Kriegers. Dann zieht er mit seiner Gilde Honoris Causa los, um einen Erzdämon zu erlegen. Übersetzt heißt der Zusammenschluss aus 35 Spielern "Der Ehre wegen". Bevor der eigentliche Kampf losgeht, ist Markus schon angespannt. Der Gruppen-Anführer bespricht die Taktik für die anstehende Schlacht. Heute soll ein riesiger Drachen dran glauben – Kalecgos. Er gilt als eine der anspruchsvollsten Begegnungen, die das Spiel zu bieten hat.

Es beginnt und Markus K. wird plötzlich ruhig. Vollste Konzentration auf den Bildschirm, Tastatur und Maus fest im Griff. Routiniert fliegen seine Finger über die Tasten. Seine Spielfigur lässt Aktionen folgen, die über Leben und Tod entscheiden. Seine Augen gebannt auf der Lebensanzeige des Feindes. Dann: Ein entscheidender Fehler – nicht seiner, sondern der eines anderen Mitglieds. Er stirbt und lässt sich schlapp in den Sessel fallen. "So kann das den ganzen Abend gehen, wenn sich manche Leute nicht konzentrieren" seufzt er. Nach dem Heldentod belebt sich die Gruppe wieder und startet einen neuen Versuch. Diesen Abend bleibt der Drache jedoch am Leben.

Trotz regelmäßiger und abendfüllender Spiele-Sessions hatte Markus K. nie den Eindruck, zuviel vor dem PC zu sitzen. Berichte über die Suchtgefahr des Spiels kommentierte er stets gleich: "Mir kann das nicht passieren."

Einen Satz, den man auch oft von Abhängigen hört. Das Suchtpotential des Spiels interessiert mittlerweile auch Wissenschaftler: "World of Warcraft unterscheidet sich stark von gängigen Drogen wie Nikotin oder Alkohol" analysiert Jürgen Tegel. Er ist Psychologe und Suchtforscher und beschäftigt sich schon länger mit dem Computerspiel. "Wir haben es hier nicht mit einer körperlichen Abhängigkeit zu tun, sondern vor allem mit sozialem Druck und der Attraktivität einer alternativen Realität".

Die Spieler sind voneinander abhängig. Ähnlich wie beim Fußball kann nur ein eingespieltes Team Erfolge feiern. Blindes Aufeinander-Verlassen, Vertrauen, Kampfbereitschaft – nur wenn die Kernkompetenzen, die man aus dem Sport kennt, vorhanden sind, sind Siege möglich. Dann können selbst die schwersten Gegner im Spiel niedergestreckt werden. Fehlen diese Eigenschaften, wird man unentwegt mit Niederlagen bestraft. Aber selbst permanentes Verlieren schreckt engagierte Spieler nicht ab.

"Wenn ich mich für einen Abend mal abgemeldet habe, wurde ich mit SMS bombardiert" erinnert sich Markus K. "Viele haben mir geschrieben, ob ich nicht doch Zeit hätte und kommen könnte. Ich war quasi unersetzbar. War ich nicht da, war der Erfolg gefährdet." Es ist der Wettkampf, der die Gruppe antreibt. Die Ersten zu sein, die neue Herausforderungen meistern. Dazu kommt die Gier nach Ruhm, wenn man andere Spieler mit den besten Waffen beeindrucken will. "Ich werde dann schon mal von Leuten angeschrieben, die ich nicht kenne und die mich um mein neues Schwert beneiden. Ein gutes Gefühl."

Jürgen Tegel sieht darin die größte Gefahr des Spiels. "In diesem Spiel gibt es keinen perfekten Charakter. Die Spieler sind immer auf der Suche nach neuen, besseren Gegenständen. Und die Firma Blizzard beliefert sie bereitwillig. Deshalb verbringen viele Spieler jeden Abend im Spiel." Die Folgen haben starken Einfluß auf das Leben der Betroffenen. Die Zeit für andere, wichtigere Aktivitäten fehlt – egal ob es sich dabei um Sport, den Beruf, die Schule oder das Studium handelt. "Viele Spieler erzählen mir davon, dass sich ihr Freundeskreis im Laufe der Monate komplett verabschiedet" erklärt Tegel, "wer nicht spielt, versteht den Drang nicht."

Markus K. hat nach dem fehlgeschlagenen Studium eine Ausbildung zum Verlagskaufmann begonnen. Seiner Gilde hilft er nur noch sporadisch, seinen Job als wichtigster Mann in der Gruppe hat er an den Nagel gehängt.

"Zuerst musste ich das Spiel direkt von der Festplatte schmeißen, sonst hätte ich wohl einfach so weitergemacht. Das war der einzige Weg" resümiert er, "mittlerweile kann ich World of Warcraft ab und zu spielen. Verpflichtungen gehe ich keine mehr ein." Sein Alter Ego Sigmund hat er aber nicht gelöscht. Der Erfolg bleibt jetzt auf der Strecke: Hunderte anderer Spieler sind bereits an ihm vorbeigezogen, haben bessere Waffen, schönere Rüstungen. Für Markus K. gibt es aber keine Alternative; seinen neuen Job im wahren Leben will er keinesfalls verlieren. Er denkt auch darüber nach, den Zugang zu kündigen. "Das Spiel macht für mich einfach keinen Sinn mehr, wenn ich nicht das erreichen kann, was ich will."

Anderen Spielern fällt der Ausstieg nicht so leicht wie Markus. Die Ambulanz für Spielsucht, die der Universität Mainz angehört, kümmert sich um die schweren Fälle. Seit März 2008 haben sich bereits 202 Spielsüchtige gemeldet. Zu 96 Prozent handelt es sich dabei um Männer zwischen 16 und 24 Jahren, die der World of Warcraft verfallen sind. Das Ziel vieler Patienten: Endlich kontrolliert Spielen zu können. Dies funktioniert nur in den seltensten Fällen, die meisten Betroffenen müssen sich komplett vom Spiel lösen.

Die Hilfe der Ambulanz erfolgt vor allem in Gruppentherapien. "Unser Ziel ist es, die Sozialkompetenz der einzelnen Spieler zu stärken" erklärt Kai Müller, Mitarbeiter und Wissenschaftler. Die Ambulanz kann bereits Erfolge verzeichnen: "Die erste Gruppentherapie haben wir vor kurzem erfolgreich abgeschlossen. Bisher sind alle trocken geblieben." Der schwierigste Teil steht den ehemaligen Süchtigen aber noch bevor: Ohne Hilfestellung abstinent zu bleiben. Hierbei sind sich aber alle einig: Wer in der World of Warcraft zu den Besten zählen will, muss sie zu einem wichtigen Teil des eigenen Lebens machen. Wer sie wieder verlassen will, muss versuchen, sie aus dem Leben verbannen.



Quelle: Chip


Geschrieben von dobi
am Donnerstag den 20. November 2008 um 09:19:09 Uhr

 
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