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>>Arme Bayern:
Zwei ewige Gewinner in der Krise: Die CSU und der FC Bayern München müssen sich nun gegenseitig helfen. Kommentar zum Stand der Liga und zur Lage der Nation.

Arme Bayern. Erst der Stoiber weg und dann auch noch die Meisterschaft futsch. Ja ja, sagen jetzt die Realisten, es sind noch sieben Monate bis zum CSU-Parteitag und auch noch 16 Spieltage bis zum Saisonende in der Bundesliga. Im Ring und im Stadion heißt es schon lange nicht mehr, "they will never come back", aber in der Politarena gilt das alte Boxermotto noch. Einen Rücktritt vom Rücktritt hat es in der bundesdeutschen Politik noch nicht gegeben, und auch die Bundesliga-Statistik steht gegen die Bayern.
Noch nie ist München Meister geworden, wenn das Team das erste Spiel der Rückrunde verloren hat und seit Einführung der Dreipunkte-Regelung ist noch keine Mannschaft Meister geworden, die nach 18 Spieltagen schon sechs Punkte zurücklag. Selbst schuld. Wer die Einladung zum Sieg in Dortmund nicht annimmt, der hat die Meisterschaft auch nicht verdient.
Keine Leidenschaft, kein Kampf, kein Siegeswille. Titelanwärter sehen anders aus, Gazprom-Blau zum Beispiel oder auch Grün-We-Win-Weiß. Nicht einmal Felix Magath will noch von der Favoritenrolle reden. Und so steht der deutsche Fußball demnächst möglicherweise vor einer biologischen Sensation, gleichzeitig wäre Bayerns Manager Uli Hoeneß widerlegt: Der Weihnachtsmann ist eben doch ein Osterhase.

Apropos Osterhase. Noch ist Bayern nicht ganz verloren. Es gibt eine letzte Chance, und die heißt Job-Rochade. Stoiber rettet die Bayern und Hoeneß die CSU. Kampfkraft und Leidenschaft hat er ja, der Ministerpräsident, und das mit dem Siegeswillen kann ja wieder kommen. Der Dortmunder Stürmer Frey zumindest wäre gegen eine von Stoiber organisierte Abwehr nicht dreimal so unbedrängt zum Kopfball gekommen. Da wäre schon sein Bürochef Höhenberger vor gewesen.

Stoiber zieht also alsbald in die Säbener Straße, im Gegenzug wird Uli Hoeneß CSU-Vorsitzender. Der Job ist noch zu haben. Solange weder Seehofer noch Huber die Blutgrätsche auspacken, liegt die Macht in der CSU ja so frei rum, wie am Freitagabend der Ball zwischen den beiden unentschlossenen Dortmundern Brenszka und Weidenfeller. Dabei können die doch beide Deutsch, hätten die nicht miteinander reden können.
Huber und Seehofer reden miteinander, sogar sehr viel, aber trotzdem bräuchte der Hoeneß nur seinen Fuß dazwischen halten. Schon wäre die Sache entschieden. Von Politik versteht der Uli schließlich genauso viel wie von der Wurst. Wie der sich neulich bei Christiansen den CSU-General Söder zu Brust genommen hat, das zeugt von politischen Stürmerqualitäten. "Die CSU braucht doch den ganzen Schmarrn nicht, was Ihr da die ganze Zeit macht", hat der Uli zum Beispiel den Söder Markus angeraunt und dann auch noch messerscharf analysiert: "Es will ja kein Mensch die SPD bei uns, oder die Grünen oder die FDP". Recht hat er. So einen wie den Hoeneß, das steht fest, den hätte die unwichtige Landrätin nicht so schnell aus dem Amt gedrängt.

Job-Rochade hin oder her. Eins steht immerhin fest, es kommt in der kommenden Saison nicht zum bayrisch-fränkischen Fußball-Gipfel zwischen Bayern München und der Spielvereinigung Greuther Fürth. Das wünscht man ja noch nicht mal seinem ärgsten Feind. 90 Minuten auf der Tribüne der Fürther Playmobil-Arena neben der unwichtigen Landrätin sitzen zu müssen, da würde der Stoiber ja wahnsinnig werden. Nein, eine solche Demütigung bleibt dem scheidenden bayrischen Ministerpräsidenten erspart. Mit dem Abstieg, das steht fest, hat der FC Bayern nichts mehr zu tun, mit 33 Punkten ist der Verein so gut wie gerettet.

Anders als der HSV. Der kämpft gegen den Abstieg, und dabei kann Fußball so gemein sein. Würde ein Fußballspiel nur 85 Minuten dauern, dann wären die Hamburger vermutlich auf Champions-League-Kurs. Aber Regel ist Regel, da kann nicht einmal der Stoiber helfen und sein Höhenberger auch nicht. Höchstens der Sepp Blatter, aber der ist nicht billig. Und vielleicht hat es ja auch was Gutes, wenn die Hamburger in der kommenden Saison in der zweiten Liga auf die Greuther aus Fürth treffen. Einer muss ja den Stoiber rächen. Mit Rost im Tor, van der Vaart neben der Landrätin auf der Tribüne und Doll auf der Bank wird die Rache grausam sein, das steht fest.

Ein Trost bleibt dem FC Bayern. Auch die Königlichen aus Madrid haben am Wochenende die Meisterschaft verspielt, gegen den Dorfclub Villareal, und das ist noch peinlicher als gegen die Ruhrmetropole Dortmund.
Ein Trost bleibt auch dem scheidenden bayrischen Ministerpräsidenten, selbst wenn die Job-Rochade nicht klappen sollte. Wenn Bayern nicht mehr Meister wird und der Edmund im September tatsächlich abtritt, dann bleibt er wenigstens noch Verwaltungsbeiratsvorsitzender beim FC. Den Posten kann ihm keiner nehmen, trotz seines Abschieds aus der Politik. Es kann ja wirklich niemand etwas dagegen haben, dass ein altgedienter Ex-Ministerpräsident im Sportverein aktiv seinen Lebensabend gestaltet, nicht einmal eine unwichtige Landrätin. Deshalb ist es auch nur ein ganz gemeines Gerücht, dass Gabriele Pauli jetzt nicht nur stellvertretende CSU-Vorsitzende, sondern auch noch Bayern-Mitglied werden will.


Geschrieben von dobi
am Montag den 29. Januar 2007 um 11:45:04 Uhr

 
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Re: Arme Bayern (Punkte: 1)
von Taz auf Montag den 29. Januar 2007 um 14:03:35 Uhr
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geil geschrieben *thumbs up* ;)



Re: Arme Bayern (Punkte: 1)
von DEMAN auf Montag den 29. Januar 2007 um 23:05:25 Uhr
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Ja tut mir richtig Leid !!!


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