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>>Kaufberatung: 500-Euro-PC für Spieler:
Spielerechner müssen nicht unbedingt vierstellige Beträge kosten, solange der Anwender nicht gerade aus aktuellen Blockbuster-Titeln das letzte Quäntchen an Grafikeffekten heraus kitzeln will. Für 500 Euro bekommt der Käufer bereits die Komponenten für einen anständigen Gaming-PC Marke "Eigenbau". Der folgende Konfigurationsvorschlag hilft bei der Auswahl der Komponenten - technisch versierte Spieler sollten die einzelnen Bauteile aber den eigenen Bedürfnissen anpassen.

Prozessor: AMD hat die Nase vorn

Der Prozessor, sonst das Herzstück des Rechners, spielt beim Spiele-PC eine eher untergeordnete Rolle. Ein Zweikern-Prozessor gilt nach wie vor als beste Wahl, da die Doppel-CPUs weniger kosten als ein Vierkern-Prozessor und dennoch höhere Taktraten bieten. Derzeit gilt bei Spielen noch die Regel: Eine höhere Taktzahl ist besser als viele Kerne, denn zahlreiche Titel unterstützen noch keine Mehrkernprozessoren.

AMD hat seinen Konkurrenten Intel im Preissegment bis 100 Euro überholt und bietet derzeit die Prozessoren mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis an. CPU-Käufer sollten in jedem Fall zu so genannten "boxed Versions" greifen, die gute Garantiebedingungen bieten und auch einen geeigneten - wenn auch meist lauten - CPU-Kühler enthalten.

Grafikkarte: Zum Referenzdesign greifen

Die wichtigste Komponente für einen Spielerechner stellt die Grafikkarte dar. Um aktuelle Spiele auf der höchsten Detailstufe spielen zu können, braucht es einen potenten Pixelbeschleuniger. Viele Grafikkarten werden in einem so genanntes "Referenzdesign" angeboten, das vor Verkaufsstart vom jeweiligen Chiphersteller Nvidia oder AMD entwickelt wird. Zahlreiche Hersteller wie Asus, MSI oder Gigabyte übernehmen diese Referenzen und entwickeln außerdem auch eigene Lösungen.

Referenzkarten verschiedener Hersteller unterscheiden sich daher nur anhand des Aufklebers - und der verwendeten Kühltechnik. Da sich auf dem Markt gleichermaßen leise und günstige Grafikkarten wie auch überteuerte und laute Modelle tummeln, lohnt es sich, mehrere Benutzermeinungen zur gewünschten Karte einzuholen. Der Griff zu Grafikkarten mit höheren Taktraten und mehr Speicher lohnt sich in der Regel nicht, da sie wesentlich mehr kosten als die Standardversionen im Referenzdesign.

Für den Bau eines 500-Euro-Rechners bietet sich derzeit die ATI HD 4850 an. Bei einer Auflösung von 1.280 x 1.024 Pixeln stellt die Karte beinahe jedes Spiel mit höchsten Grafikeinstellungen dar. Alternativ empfiehlt sich der Einsatz einer Nvidia 9800GT oder einer ATI HD 4830. Vor allem mit der ATI HD 4830 spart der Käufer einige Euros, solange er ältere Spiele bevorzugt.

Arbeitsspeicher: Taktfrequenz von 800 Megahertz

DDR2-Arbeitsspeicher kostet nach dem rasanten Preisverfall zu Jahresbeginn wieder erheblich mehr, und die Preise steigen weiter an. Zwei Gigabyte einer beliebigen Marke mit einer Taktfrequenz von 800 Megahertz genügen für die meisten Anwendungen, sobald der Preis fällt, kann der Spieler problemlos nachrüsten. Entgegen landläufiger Annahmen wirken sich weder hohe Latenzzeiten noch ein wohlklingender Herstellername merklich auf die Geschwindigkeit des Rechners aus. Kompatibilitätsprobleme im Zusammenhang mit Arbeitsspeicher kommen glücklicherweise nur noch in Ausnahmefällen vor.

Hauptplatine: Die Ausstattung entscheidet

Bei der Wahl des Mainboards sollte weniger die Geschwindigkeit als vielmehr die Ausstattung den Ausschlag geben. Nicht alle Platinen bieten etwa einen eSata-Port oder genügend USB-Schnittstellen an. Als guter Hauptplatinen-Chipsatz empfiehlt sich aktuell die relativ neue 785G-Northbridge von AMD.

Festplatte und Laufwerk

Bei der Festplatte sollte stets ein neues Modell den Vorzug erhalten. Der größte Unterschied zwischen den einzelnen Festplatten stellt - neben der Kapazität - die Anzahl der verwendeten Magnetscheiben oder Platter dar. Hier gilt die Regel: Weniger ist mehr. Je weniger Platter zum Einsatz kommen, umso schneller und leiser ist die Festplatte.

Beim DVD-Brenner empfiehlt es sich, auf ein leises und schnelles Laufwerk mit Sata-Anschluss zurückzugreifen. Zu den leisesten Geräten gehören die des Herstellers LG.

Netzteil: Die falsche Stelle zum Sparen

Wer am Netzteil spart, spart an der falschen Stelle: Eine stabile Stromversorgung und guter Überspannungsschutz zählen zu den Voraussetzungen für stabilen Rechnerbetrieb, der hohe Stromverbrauch aktueller Grafikkarten macht ein gutes Netzteil ohnehin zur Pflicht. Als Faustregel gilt: Ein gutes Markengerät mit einer verhältnismäßig geringen Watt-Angabe ist meist um einiges leistungsfähiger als ein Noname-Produkt mit etwas höherer Watt-Zahl.

Viele aktuelle Markennetzteile arbeiten mittlerweile auch sehr leise. Für bequemeren Einbau und besseren Luftfluss sorgt ein Netzteil mit Kabelmanagement: Nicht benötigte Kabel müssen nicht angeschlossen werden, das Gehäuseinnere bleibt aufgeräumt. Die Effizienz des Gerätes sollte zudem über 80 Prozent liegen.

Gehäuse und Kühlung: Nicht übertreiben

Während hochwertige Komponenten vor allem bei der Stromversorgung wichtig sind, lässt sich beim Gehäuse sehr viel Geld sparen. Qualitativ annehmbare "Kästen" stehen schon ab etwa 30 Euro zum Verkauf. Gehäuse mit exzellentem Design und sehr hochwertiger Verarbeitung kosten in der Regel ohnehin mehr als 300 Euro.

Für eine gute und vor allem leise Kühlung genügt bei den meisten Gehäusen eine Kombination aus 120-Millimeter-Lüfter, der rückwärtig im Gehäuse arbeitet, und leistungsfähigem CPU-Kühler. Eine sehr gute Kühlung benötigen vor allem Übertakter, aber auch ein leiser PC kommt um eine gute Kühlung nicht herum.


Fertige Konfiguration

Prozessor AMD Phenom II X2 550 Black Edition (boxed)

Grafikkarte Nvidia GeForce GTX 260 (Referenzdesign)
Alternativ ATI HD 4870 (Referenzdesign)

Arbeitsspeicher 2GB A-DATA Value 800MHZ CL5
Alternativ 2GB takeMS 800MHz CL5 (gut um zu übertakten)

Hauptplatine MSI 785GT-E63
Alternativ ASUS M4A785D-M PRO

Festplatte Samsung F3 500GB
Alternativ Western Digital Caviar Blue 640GB

DVD-Brenner LG GH22
Alternativ Samsung SH-S223F

Netzteil Cooler Master Silent Pro 500W
Alternativ Enermax MODU82+ 525W Gehäuse Sharkoon Rebel 9
Alternativ Xigmatek Asgard

optionaler CPU-Kühler Cooler Master Hyper TX3
Alternativ Arctic Cooling Freezer 7 Pro Rev. 2

optionaler Gehäuselüfter Noiseblocker NB-BlackSilentFan XL1
Alternativ Scythe Slip Stream 800rpm


Quelle: NW


Geschrieben von dobi
am Donnerstag den 05. November 2009 um 20:37:08 Uhr

 
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